Trogir – die UNESCO-Altstadt
Trogir ist der wohl lohnendste Ausflug direkt vor der Haustür – zehn Auto-Minuten von Poljica entfernt und seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Altstadt liegt auf einer winzigen Insel zwischen Festland und der vorgelagerten Insel Čiovo, verbunden durch zwei Brücken. Auf wenigen Hektar drängen sich Kirchen, Paläste und Gassen aus Mittelalter, Venezianer- und Renaissance-Zeit – alles aus hellem Kalkstein, alles bewohnt, nichts museal.
Was Trogir ausmacht
Gegründet haben die Stadt griechische Kolonisten im 3. Jahrhundert v. Chr. unter dem Namen Tragurion. Die Römer bauten sie aus, die Byzantiner übernahmen sie, im Mittelalter wurde sie Teil der kroatisch-ungarischen, dann der venezianischen Einflusssphäre. Diese Schichten sieht man noch: römische Spuren im Straßenraster, romanisch-gotische Architektur in der Kathedrale, venezianische Paläste entlang der Uferpromenade.
Der Stadtkern ist kompakt – rund 400 × 200 Meter –, lässt sich entspannt in zwei bis drei Stunden erkunden.
Die wichtigsten Stationen
- Kathedrale Sv. Lovre (Sveti Lovrinac, Hl. Laurentius) – das Herzstück. Der Portal des Meisters Radovan von 1240 gilt als eines der wichtigsten Werke der romanischen Bildhauerei Süddalmatiens. Für wenige Euro Eintritt kommen Sie hinein und können auch den Glockenturm besteigen: die Sicht über die Altstadtdächer bis zur Bucht ist die Treppe wert.
- Kamerlengo-Festung am westlichen Inselende, venezianisch, 15. Jahrhundert. Kleiner Eintritt, oben wieder gute Aussicht.
- Cipiko-Palast am Hauptplatz – venezianisch-gotischer Adelspalast.
- Uferpromenade Riva – mit Blick auf Yachten, Fähren und die Brücke nach Čiovo. Abends gut für einen Spaziergang.
- Markt gleich hinter der Stadtmauer – Obst, Gemüse, Öl, getrocknete Feigen, Lavendel; morgens am lebhaftesten.
Praktisch
Trogir ist in der Hochsaison (Juli/August) sehr voll. Wer es entspannter mag, fährt vormittags oder spät am Nachmittag; richtig leer ist die Stadt außerhalb der Saison, im Frühjahr und Herbst. Essen gibt es in jeder Preisklasse – die Konobas in den Seitengassen abseits der Riva sind meist besser als die Restaurants mit Meerblick.
Parkplätze am Stadtrand (kostenpflichtig). Wer mit dem Auto kommt, stellt es entweder auf dem großen Parkplatz vor der Altstadt ab oder etwas weiter weg und geht zehn Minuten.
Hinkommen
- Auto: 10 Minuten von Poljica über die Küstenstraße D8
- Bus: Linien der Split-Region halten in Poljica und fahren direkt nach Trogir (Fahrplan unter ak-split.hr)
- Boot: in der Saison gibt es Wassertaxis und Tagesausflugsboote entlang der Küste
- Flughafen Split liegt direkt zwischen Trogir und Kaštela – Trogir ist de facto die Flughafenstadt
Tourismusverband Trogir Trg Pape Ivana Pavla II. 1, 21220 Trogir Tel: +385 (0)21 885 628 · tztrogir.hr
